Bei einer Bauherrschaft, die auf ökologisches Bauen Wert legt, ist der genagelte Holzfuß-bodenaufbau die ökologische Alternative zu einem konventionellen Estrich. Ein Naturboden besteht nicht nur aus dem Oberboden, auch der Unterboden zählt dazu. Die Lagerholz – Blindboden Konstruktion besteht ausschließlich aus Holz und Dämmung. Beide Materialien regulieren die Wohnraumfeuchte und filtern die Raumluft, nehmen damit entscheidenden Einfluss auf das Wohlbefinden.
Gegenüber Estrich können Heizkosten gespart werden, da in der Regel die gesamte Lagerholz und Ausgleichshöhe aus Wärmedämmung besteht. Für einen Parkettboden ist der Blindboden die einfachste und schnellste Befestigungsmöglichkeit. Die Baugeschwindigkeit steigt, weil kein Estrich trocknen muss. Zusätzlich erfüllen Lagerholz – Unterkonstruktionen orthopädische Anforderungen.
Sie zeichnen sich durch ausgeprägte Flächenelastizität aus, was sie zu den angenehmsten und ermüdungsfreisten Fußböden überhaupt machen.
Einbau von Lagerholzkonstruktionen
Für Lagerholzkonstruktionen werden auf einer Rohdecke Kanthölzer parallel ausgelegt und durch Aushöhen / Nivellieren in die benötigte planebene Aufbauhöhe gebracht. Auf Decken, bei denen es auf einen guten Schallschutz ankommt, werden die Lagerhölzer zur Körperschallentkopplung zusätzlich auf der Unterseite (ca. alle 50 cm) mit schalldämmenden Gummipads bestückt. Zum Höhen-Ausgleich werden die Lagerhölzer mittels Schiftmaterial, je nach benötigter Stärke unterfüttert. Auf die ausgerichteten Lagerhölzer werden gehobelte Fichtenbretter genagelt, der sogenannte Blindboden. Auf den Blindbodenbrettern wird zur Vermeidung von Knarr- und Quietschgeräuschen eine Folie vollflächig verlegt. Parkett kann nun direkt auf den Blindboden genagelt werden.